Videogottesdienste Projekt bei der aktiven Bürgerschaft

An meiner Schule wird seit letztem Jahr das Projekt „Sozial Genial“ in den 10. Klassen veranstaltet. In dem Projekt sollen Jugendliche sich ein Projekt ausdenken, welches einen gemeinnützigen Zweck hat, wie z.B. Ein Fußballturnier oder auch ein Computerkurs für Senioren.

In der COVID-19 Krise hatten wir das Problem, dass wir keinen Gottesdienst feiern konnten. Somit kamen wir auf die Idee, dass man eine Videoreihe zusammen aufnehmen könnte, in denen Gottesdienste mit Einspielern der Sänger, Musiker und Leser zu sehen sind. (Mehr zu dem Aufbau und zu den Erfahrungen hier)
Dadurch, dass das Projekt ein gemeinnütziges Projekt war, kam dann die Idee, es als Sozial Genial Projekt zu nehmen.

Einige Tage, nachdem ich den Post veröffentlicht hatte, kam die Gymnasialzweig-Lehrerin auf mich zu und meinte, dass mein Beitrag, welchen ich abgegeben hatte zur aktiven Bürgerschaft geschickt wurde und sie es vielleicht veröffentlichen werden.

Umso mehr freue ich mich, dass das Projekt auch bei der aktiven Bürgerschaft Anklang und Interesse geweckt hat!

Erfahrung nach 7 Wochen Video Gottesdienste

Nun sind 7 Wochen vergangen, in denen ich mit einigen weiteren Menschen Video Gottesdienste produziert habe. Der ursprüngliche Plan war, dass man einen Livestream macht, jedoch war das zu dem Zeitpunkt aufgrund der Ausgangsbeschränkung nicht möglich. Primär waren die Videos für unsere Gemeindemitglieder gedacht, jedoch hatten wir im Peak bis zu 750 Aufrufe.

Hier ist mein Blogpost zu den Vorbereitungen und den ersten Erfahrungen

Die Zeit hat sehr viel Spaß gemacht. Es wurden Video für Video mehr Menschen, welche sich beteiligt haben, sowie das Feedback, welches Woche für Woche neue Motivation brachte. Die Videos hatten die Möglichkeit, einen musikalisch deutlich abwechslungsreicheren Gottesdienst zu kreieren, welche von uns auch viel genutzt wurde. Eine Band, welche vor ca. 30 Jahren in unserer Gemeinde entstand, konnte wieder regelmäßig im Gottesdienst auftreten und es gab auch eine größere Vielfalt an Lektoren und Lektorinnen. Somit war es auch möglich, in den Video Gottesdiensten ein großes Projekt zu starten und umzusetzen, in dem 15 Menschen gleichzeitig musiziert haben.

Probleme am Anfang:

  1. Kamera
    Schon nach den ersten Aufnahmen wurde uns klar, dass der Autofokus an unserer Fujifilm XT-100 kaputt war und sie hatte auch Probleme mit den Farben. Der Autofokus war zum Teil sehr störend, da er zum Teil für über eine Minute unscharf war.
  2. Strukturierung
    Das erste Video war leider nicht sonderlich gut geplant. Zudem hatten der Pfarrer unserer Gemeinde und ich verschiedene Ansichten, wie gewissen Szenen ablaufen sollten, weswegen das Video am Anfang nicht sonderlich zufriedenstellend war.
  3. File-System
    Zu Beginn unseres Projektes war ich mit den ganzen Input stellen überfordert. Wir hatten ca. 20 Videos von der Kamera, in einem weiteren Ordner wieder 5 Videos von der Band, einige Videos wurden mir auf Whatsapp geschickt und wiederum andere in Microsoft Teams.
  4. Zeitaufwand
    Anfangs hat niemand gedacht, dass das Projekt in so kurzer Zeit, so aufwändig werden könnte. Wöchentlich waren es ca. 3h-6h Aufnahme in der Kirche und zwischen 15h und 22h für Videoschnitt, welche ich aufgewendet habe.

Lösungen:

  1. Kamera
    Leider konnte selbst der Support das Autofokus Problem nicht lösen, weswegen wir auf das Samsung S20 Plus umgestiegen sind. Somit machte der Autofokus keine Probleme mehr und auch das plötzliche Farbproblem war unter Kontrolle. Das einzigen Mankos waren der schlechte Zoom, da er digital ist und auch die schlechte Tiefenunschärfe, was jedoch normal ist bei Smartphones. Zum Schluss hin kam auch unsere Sony Alpha 6400 an, welche ein sehr gutes Preis – Leistungsverhältnis hat und auch um einiges besser ist als die Fujifilm.
  2. Strukturierung
    Unser Pfarrer hat ein gutes System gefunden, um seine Optimalvorstellung des Videos mir bestmöglich mitzuteilen, sowie auch Untertitel, Einblendungen und auch die richtigen Videos. Diese Sachen gibt er mir in einer Form Drehbuch, wonach ich arbeiten kann, aber auch noch Vorschläge machen kann und eigene Sachen durchsetzten kann. Somit ist es eher ein Leitfaden für die Videos.
  3. File-System
    Alle Videos aus allen Quellen habe ich in einen zentralen “Footage” Ordner gezogen, auf welchen unser Pfarrer auch Zugriff hatte und wo er auch die Videos umbenennen konnte.
  4. Zeitaufwand
    In dieser Zeit war es sehr wichtig für mich, meinen Tagesablauf so zu ordnen, dass ich Montags bis Donnerstags meine Hausaufgaben gemacht habe, welche Woche für Woche mehr wurden und dann von Donnerstag bis Samstag das Video schneiden konnte. Meistens war die erste Version des Videos Freitags fertig, wonach sich der Pfarrer es nochmal angeschaut hat und mir Feedback gegeben hat. Anschließend habe ich es ihm wieder geschickt und hochgeladen.

Fazit:

Die 7 Wochen haben mir sehr viel Spaß gemacht und ich habe viel gelernt. Ich habe gelernt, was für Probleme während der Videoproduktion aufkommen können. Es gefiel mir, den Menschen mit neuer Musik und dem Auftreten der Band, sowie interessanten Inhalten im Gottesdienst Freude zu bereiten. Zudem konnte ich auch viel über Videoschnitt mit Adobe Premiere Pro lernen. Ich habe durch die lange Zeit, welche ich an den einzelnen Gottesdiensten gearbeitet habe auch schnellere Workflows entwickelt und mir viele wichtigen Hotkeys angeeignet. Ein sehr großer Vorteil war auch mein 2 Bildschirm Setup, da auf meinem Hauptbildschirm die Timeline, Farbkorrektur und das Video angezeigt wurde und auf dem 2. Bildschirm waren dann die Fenster für Effekte, Medien-Browser, Audio Pegelung, Effekteinstellungen, Quellmonitor

Hauptmonitor

Zweitmonitor

Aktuell sind wir dabei einen Livestream aufzubauen, womit wir jeden Samstag aus der Kirche streamen. Näheres dazu wird aber nochmal in einem eigenen Post kommen 🙂

Zusammengefasst war es eine gute Zeit und alleine für die ganzen Erfahrungen und das was ich zusätzlich gelernt habe, würde ich es wieder tun.

Microsoft Teams as Collaboration Hub to create Church Services in times of Corona Covid-19 crisis

Microsoft Teams church Video

Since three years we are talking with our pastor about increasing Digital Transformation in our local church. An important information is the fact that most of the people visiting our church every Sunday are older than 60 years which made the process of digitizing more challengingLast year we started to use video projector with a screen so we could show videos, song lyrics and when our diocese got a new bishop we watched the livestream with several people inside our church. Due to the Corona virus nobody can visit the church anymore (“lock down”) and that’s why we searched for a solution so that members of our parish and beyond can still join mass and church services. 

Livestream vs on Demand  

Our first idea was setting up a livestream and made good experience with Churchstreaming.TV but the main issue was that we would’ve need too many people to realize this. Our pastor, two persons for the music another two people for the parts where someone must read lectures and two for managing the technical equipment and the livestream. German government said this week that only three people are allowed to stay in the same room and that crashed our plan. We also thought that quality would improve, and stress would reduce.  Then our pastor had the idea to offer “living room church video instead of a livestream and everybody who would’ve participated should record his part in his own house and I would cut everything together. We finally had a plan!  

Microsoft Teams as collaboration hub 

We are using Teams without add-ons and 3rd party tools. In Channels we are sharing video files which are created with different cameras and mobile phones, uploaded to SharePoint which is the cloud storage underneath of Teams. Going to merged two one single mp4-file in Adobe Premiere and shared again for final feedback and quality assurance before uploading on YouTube. We schedule meetings and setup video conference calls for agile planning sprints. Chats are also used for quick and easily asynchronous communication. Debriefing Calls after each Video Broadcast to learn, share feedback from the community and plan next videos.

Find more about how to enable access for external users here and here

Teams Screenshot
Teams Screenshot

Equipment 

If you also want to make a video church service, you only need four technical things: 

      1. digital Camera 
        • We are using Sony Alpha 6400
        • Would also work with the latest flagship smartphones cameras
    •   2. A tripod for your camera or smartphone gimbal
        3. 1-2 microphones

        • We are using Rode wireless go microphone to record our pastor`s voice (connected close this mouth like a lavalier mic but cableless) 
        • Rode VideoMic to record the sound of the whole church or dedicated instruments
    • 3. A video editing software
        • We are using Adobe Premiere Pro which is part of the Adobe Creative Cloud 
        • You can use nearly every video editing software except for the Movie Maker (my mom’s favorite)  

Process of video creation 

On Saturday evening my father and I went to the church and recorded two hours every part where our pastor was acting. We started with the sermon and then we recorded everything else. Make sure to keep the video of the camera focused! The singers recorded their songs at their homes as well as the lecturesBack at home I uploaded all the videos which we had in Microsoft Teams and edited with Adobe Premiere. Our pastor sent me also a script which I used to have a good overview when which clip should appear. Each part had a number which I could reuse in my video clips to prevent mismatches in right order.   Then I cut the different clips and made the transitions. After that I had a first look how the songs appear in the video and tested with only the song and the pastor doing something. When I ended cutting the songs, I started to put subtitles in the video. That went fast and I think it’s very helpful because then people which do not go every Sunday to church can participate also very well. The final task I did was figuring out how the sound of the whole video was. I forgot to level the sound of the Wireless GO microphone, so I did it in Premiere and put a limiter on the whole project of –5 dB.  Make sure to control in your camera that external microphone is enabled with correct sound level.  

Distribution Channels

We also boosted the video by sharing with our Whatsapp contacts and groups, we paid sponsored Facebook Ads (with 9 Euros we reached additional 3800 people)informed local newspaper. Within few hours we had 500 views on YouTube.  

 
Hopefully these insights and experiences are helpful! Please share your questions in the comments here.