iPads in der Schule – der digitale Begleiter für Deinen Schulalltag

Oktober 2019 war es endlich so weit. Nach langem Fragen wurde uns endlich als erste Klasse der Mittelstufe erlaubt, in der Schule iPads zu benutzen.

Doch wieso eigentlich ein iPad?

Mir ging es wie vielen anderen Schüler: Man packt den Rucksack und vergisst am besten noch ein Fach, dann verknickt noch eine Mappe und dann hat man schon das Chaos. Man bekommt Ärger von den Lehrern, da man mal wieder ein Fach vergessen hat und die Ordnung lässt auch zu wünschen übrig. Zudem tut einem der Rücken bei 5 Fächern am Tag und einem ca. 10 kg (nachgemessen) schweren Rucksack sehr weh. Diese Probleme fallen bei einem iPad fast alle weg. Neben dem iPad und ein par Stiften müssen nur noch die Bücher zu den Fächern mit. Damit wird ca. 1/3 des Gewichtes eingespaart.
Zudem habe ich endlich mehr Ordnung in meinen Notizen und habe kein schlechtes Gewissen, wenn ich nur einige Sätze in eine Notiz schreibe und nicht eine ganze Seite auf dem iPad nutze.
Es hat mich selber sehr verwundert, wie viel mehr Spaß es gemacht hat, in der Schule mit iPads zu arbeiten, als mit herkömmlichen College Block Blättern. Indem ich mich mit dem iPad auseinandergesetzt habe, bekam ich viel mehr Möglichkeiten, kreativ in meinen Hausaufgaben und Notizen zu wirken. Das graphische Gestalten dieser und das Einscannen von z. B. Arbeitsblättern werten meine Haus- und Schulaufgaben/Notizen extrem auf.

Erste Schritte

Der erste Schritt liegt immer darin, die eigenen Eltern zu fragen, ob man sich ein iPad für schulische Zwecke kaufen darf und, ob sie etwas dazu geben würden, da es ja für die Schule sei.
Gleichzeitig ist es wichtig, den Klassenlehrer/in und oder die Schulleitung zu fragen, ob es erlaubt sei, iPads zu nutzen, wenn die Schule es noch nicht offiziell zu gelassen hat. Wenn man dort das “Ok” bekommen hat, sollte man die verschiedenen Lehrer, welche man im Unterricht hat, fragen, ob sie es auch erlauben. Bei diesem Vorhaben sollte man sich alle gut überlegten Argumente zurechtlegen und versuchen sie dem Lehrer zu vermitteln, schließlich sollte dieser zustimmen.
Dieser Punkt ist zudem sehr wichtig, da sich eine Anschaffung eines neuen Gerätes nicht vollends lohnen würde, wenn nur die Hälfte der Lehrer zustimmen. Am sinnvolsten ist es, alle Fächer über das iPad laufen zu lassen. Auch, wenn man das nicht gleich von Anfang an macht, sollte man es nach der Testphase durch aus tun, so ist es am sinnvollsten.

Was für ein iPad benutzen? Qual der Wahl

Überblick:Es ist wichtig als Erstes zu sagen, dass sich nur iPads mit Unterstützung eines Apple Pencils lohnen, da es sonst zur Qual wird zu schreiben oder zu tippen. Außerdem fällt so das wichtigste Argument für iPads weg, denn man schreibt nicht mehr handschriftlich und die Wahrscheinlichkeit, dass es Lehrer erlauben geht gegen Null. Eine Unterstützung für den Apple Pencil haben alle iPad Pros, das Air 3. Generation, das iPad 7. und 6. Generation und das iPad mini 5. Generation.
Die Entscheidung, welches iPad man sich kaufen sollte hängt davon ab, wie hoch das Budget ist, wie oft man es außerhalb der Schule benutzen würde und ob die Eltern oder Großeltern noch etwas Geld dazu geben.

iPad 7. Generation vs. iPad Air 3. Generation:

Wenn man nun weiß, in welcher Preisklasse man sich bewegt, dann kann man anfangen zu überlegen, ob ein iPad, ein iPad Air oder ein iPad Pro das Richtige ist. Ein iPad Mini würde ich nicht empfehlen, da der Bildschirm zu klein ist.
Die wesentlichen Unterschiede zwischen dem normalen iPad (das neuste ist das der 7. Generation) und einem iPad Air sind die Leistung, welche besser ist (A12 anstatt A10), der mindest Speicher, welcher bei 64 GB liegt anstatt bei 32 GB und der Bildschirmrand, welcher um 0,3 Zoll größer ist. Zudem hat der Bildschirm beim iPad Air noch ein vollständig laminiertes Display, eine Antireflex-Beschichtung, Display mit großem Farbraum (P3) und das True Tone Display. Preislich liegen die beiden Geräte 170€ auseinander und unterstützen beide den Apple Pencil der 1. Generation.

iPad Air 3. Generation vs. iPad Pro 11 Zoll 2. Generation, Pad Pro 12,9 Zoll 4. Generation:

Der wesentliche Sprung ist der zum iPad Pro, wo das neueste das der 4. Generation ist. Man bekommt es in zwei Ausführungen: Einmal in 11 Zoll und einmal in 12,9 Zoll.
Die Unterschiede zwischen den iPad Pros 4. Generation und dem iPad Air 3. Generation sind vor allem ein verbesserter Prozessor (A12Z anstatt dem A12) und deutlich verbesserten Kameras. Sie haben 2 Lautsprecher mehr und Face ID im Gegensatz zu Touch ID. Den Unterschied, welchen man am meisten am meisten spürt, ist aber mit Abstand die Bildschirmgröße und der Apple Pencil 2. Generation. Preislich liegen das iPad Air 3. Generation und das iPad Pro 11 Zoll der 4. Generation 330€ auseinander und mit dem iPad Pro 12,9 Zoll der 4. Generation 550.

Hier ist nochmal ein detaillierter Vergleich zwischen dem Apple Pencil 1. und dem Apple Pencil 2. Generation:

Apple Pencil 1. GenerationApple Pencil 2. Generation
Designrund mit glatter Oberflächekantig mit matter Oberfläche
AnschlüsseLightning Male zum Laden und Synchronisierenkeine vorhanden
Ladenlädt über den Lighning-
anschluss am iPad
lädt kabellos am iPad
Aufbewahrungkein magnetischer Clip vorhandenhält magnetisch an der Seite des iPads
ZeichnenDruck- und NeigungserkennungDruck- und Neigungserkennung
Gestenunterstützt keine Gesten am StiftDoppeltippen auf den Stift (nur ca. untere Hälfte), damit zwischen Funktionen in Apps gewechselt wird
(wie z.B. Stift zu Radiergummi)
Kompatibel mit9,7 Zoll-iPad 6. Generation, iPad Air 3. Generation, iPad Mini 5. Generation und alle älteren GeräteiPad Pro 11 Zoll und iPad Pro 12,9 Zoll 3. / 4. Generation
Preis99€135€
Quelle: https://www.giga.de/unternehmen/apple/news/apple-pencil-1-2-unterschiede-und-kompatibilitaet-der-stifte-fuers-ipad/ am 07.06.2020 eingesehen

Hier hast Du auch noch einen Vergleich der Specs rund zwischen iPad Air 3. Generation, iPad Pro 11 Zoll 4. Generation und iPad Pro 12,9 Zoll 4. Generation.

Hürden/Probleme:

Wie bei allem gibt es auch bei iPads, welche man in der Schule benutzt, Hürden und Probleme. Probleme die vor allem im Alltag passieren, aber logisch sind, sind vor allem der Akku, falls man mal vergisst ihn zu laden, denn sonst kommt man locker durch den Tag und wenn man das iPad zuhause vergisst. Meiner Meinung nach ist es auch wichtig, dass man darauf achtet, dass das iPad entweder im Fach eingeschlossen ist oder man es im Rucksack mitnimmt, damit die Gefahr eines Diebstahls nicht zu groß ist.
Leider sind die meisten guten Apps, welche man benötigt, kostenpflichtig. Sie kosten zwar nur zwischen 2 und 10€, jedoch summiert sich das schnell. Den Großteil muss man aber nur einmalig kaufen.

Fazit:

Mit meinem iPad Pro 12,9 Zoll der 4. Generation bin ich sehr zufrieden. Da ich gerne 2 Apps nebeneinander offen habe, habe ich für die größere Variante entschieden. Mit dem Pencil der 2. Generation bin ich auch glücklich und der Workflow mit meinen Lieblingsapps: Notability, Quizlet, My Script Calculator und GeoGebra funktioniert einwandfrei. Ich benutze das iPad auch viel außerhalb der Schule, da ich meine Gitarren Noten und auch YouTube, Netflix und co. darauf schaue, sowie auch blogge 🙂
Ich hoffe ich konnte Dir bei Deiner Entscheidung, ob sich ein iPad lohnt, helfen und bis bald!

7 Antworten auf „iPads in der Schule – der digitale Begleiter für Deinen Schulalltag“

  1. Vielen Dank, dass du deine Erfahrungen teilst, Joël! Ich habe auch den Eindruck, es funktioniert sehr gut in eurer Testgruppe. Vielleicht kannst du den Workflow und evt. notwendige Workarounds beschreiben, welche im Schul- bzw. Homeofficealltag aufgetreten sind. Auch die Frage nach nicht-Apple Produkten ist für viele sicher wichtig, nicht zuletzt wegen des Preises.

  2. Schick! Ich hätte auch gern auf den College Block verzichtet in der Schule, die Ablage darin war nie meine Stärke. Mit Symbolian.net habe ich dann von einer Ablage der Zukunft geträumt, damit war ich allerdings noch ein wenig zu früh. Aber schön, dass es langsam so weit sein wird. 🙂

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