Erfahrung nach 7 Wochen Video Gottesdienste

Nun sind 7 Wochen vergangen, in denen ich mit einigen weiteren Menschen Video Gottesdienste produziert habe. Der ursprüngliche Plan war, dass man einen Livestream macht, jedoch war das zu dem Zeitpunkt aufgrund der Ausgangsbeschränkung nicht möglich. Primär waren die Videos für unsere Gemeindemitglieder gedacht, jedoch hatten wir im Peak bis zu 750 Aufrufe.

Hier ist mein Blogpost zu den Vorbereitungen und den ersten Erfahrungen

Die Zeit hat sehr viel Spaß gemacht. Es wurden Video für Video mehr Menschen, welche sich beteiligt haben, sowie das Feedback, welches Woche für Woche neue Motivation brachte. Die Videos hatten die Möglichkeit, einen musikalisch deutlich abwechslungsreicheren Gottesdienst zu kreieren, welche von uns auch viel genutzt wurde. Eine Band, welche vor ca. 30 Jahren in unserer Gemeinde entstand, konnte wieder regelmäßig im Gottesdienst auftreten und es gab auch eine größere Vielfalt an Lektoren und Lektorinnen. Somit war es auch möglich, in den Video Gottesdiensten ein großes Projekt zu starten und umzusetzen, in dem 15 Menschen gleichzeitig musiziert haben.

Probleme am Anfang:

  1. Kamera
    Schon nach den ersten Aufnahmen wurde uns klar, dass der Autofokus an unserer Fujifilm XT-100 kaputt war und sie hatte auch Probleme mit den Farben. Der Autofokus war zum Teil sehr störend, da er zum Teil für über eine Minute unscharf war.
  2. Strukturierung
    Das erste Video war leider nicht sonderlich gut geplant. Zudem hatten der Pfarrer unserer Gemeinde und ich verschiedene Ansichten, wie gewissen Szenen ablaufen sollten, weswegen das Video am Anfang nicht sonderlich zufriedenstellend war.
  3. File-System
    Zu Beginn unseres Projektes war ich mit den ganzen Input stellen überfordert. Wir hatten ca. 20 Videos von der Kamera, in einem weiteren Ordner wieder 5 Videos von der Band, einige Videos wurden mir auf Whatsapp geschickt und wiederum andere in Microsoft Teams.
  4. Zeitaufwand
    Anfangs hat niemand gedacht, dass das Projekt in so kurzer Zeit, so aufwändig werden könnte. Wöchentlich waren es ca. 3h-6h Aufnahme in der Kirche und zwischen 15h und 22h für Videoschnitt, welche ich aufgewendet habe.

Lösungen:

  1. Kamera
    Leider konnte selbst der Support das Autofokus Problem nicht lösen, weswegen wir auf das Samsung S20 Plus umgestiegen sind. Somit machte der Autofokus keine Probleme mehr und auch das plötzliche Farbproblem war unter Kontrolle. Das einzigen Mankos waren der schlechte Zoom, da er digital ist und auch die schlechte Tiefenunschärfe, was jedoch normal ist bei Smartphones. Zum Schluss hin kam auch unsere Sony Alpha 6400 an, welche ein sehr gutes Preis – Leistungsverhältnis hat und auch um einiges besser ist als die Fujifilm.
  2. Strukturierung
    Unser Pfarrer hat ein gutes System gefunden, um seine Optimalvorstellung des Videos mir bestmöglich mitzuteilen, sowie auch Untertitel, Einblendungen und auch die richtigen Videos. Diese Sachen gibt er mir in einer Form Drehbuch, wonach ich arbeiten kann, aber auch noch Vorschläge machen kann und eigene Sachen durchsetzten kann. Somit ist es eher ein Leitfaden für die Videos.
  3. File-System
    Alle Videos aus allen Quellen habe ich in einen zentralen “Footage” Ordner gezogen, auf welchen unser Pfarrer auch Zugriff hatte und wo er auch die Videos umbenennen konnte.
  4. Zeitaufwand
    In dieser Zeit war es sehr wichtig für mich, meinen Tagesablauf so zu ordnen, dass ich Montags bis Donnerstags meine Hausaufgaben gemacht habe, welche Woche für Woche mehr wurden und dann von Donnerstag bis Samstag das Video schneiden konnte. Meistens war die erste Version des Videos Freitags fertig, wonach sich der Pfarrer es nochmal angeschaut hat und mir Feedback gegeben hat. Anschließend habe ich es ihm wieder geschickt und hochgeladen.

Fazit:

Die 7 Wochen haben mir sehr viel Spaß gemacht und ich habe viel gelernt. Ich habe gelernt, was für Probleme während der Videoproduktion aufkommen können. Es gefiel mir, den Menschen mit neuer Musik und dem Auftreten der Band, sowie interessanten Inhalten im Gottesdienst Freude zu bereiten. Zudem konnte ich auch viel über Videoschnitt mit Adobe Premiere Pro lernen. Ich habe durch die lange Zeit, welche ich an den einzelnen Gottesdiensten gearbeitet habe auch schnellere Workflows entwickelt und mir viele wichtigen Hotkeys angeeignet. Ein sehr großer Vorteil war auch mein 2 Bildschirm Setup, da auf meinem Hauptbildschirm die Timeline, Farbkorrektur und das Video angezeigt wurde und auf dem 2. Bildschirm waren dann die Fenster für Effekte, Medien-Browser, Audio Pegelung, Effekteinstellungen, Quellmonitor

Hauptmonitor

Zweitmonitor

Aktuell sind wir dabei einen Livestream aufzubauen, womit wir jeden Samstag aus der Kirche streamen. Näheres dazu wird aber nochmal in einem eigenen Post kommen 🙂

Zusammengefasst war es eine gute Zeit und alleine für die ganzen Erfahrungen und das was ich zusätzlich gelernt habe, würde ich es wieder tun.

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